Vegan Challenge: 4 Wochen Selbstexperiment

Die Vegan Challenge von go4health Marketing-Profi Verena Bachler war anfangs hart, hat sie am Ende jedoch überzeugt!

Für die einen ist vegane Ernährung „Schwachsinn“, für die anderen eine Lebensphilosophie. Aber was ist wirklich dran? Ich wollte es endlich selbst herausfinden und habe mich der „4 Wochen Vegan Challenge“ gestellt. 

Als ehemalige Leistungssportlerin verbrachte ich in meinen besten Zeiten bis zu 15 Stunden pro Woche in der Basketball-Halle. Fleisch und tierische Produkte waren damals ein fixer Bestandteil meines Ernährungskonzeptes. Doch meine Zeiten als Überdrüber-Sport-Freak sind vorbei: Bewegung mache ich jetzt nur mehr in der Freizeit – mit Ausnahme meiner täglichen Office-Bewegungspause, die ich gemeinsam mit meinen go4health-Kollegen mit der go4health App durchführe.

Wie es der Zufall wollte, stolperte ich neulich mit einer feinen Tüte Chips in Händen über eine TV-Dokumentation zum Thema vegane Ernährung, die mich aufhorchen ließ: Man könne tatsächlich den gesamten Proteinbedarf mit pflanzlichem Eiweiß abdecken, hieß es da im Fakten-Check. Top-Athleten wie Tennis-Star Novak Djokovic, Strongman Patrik Baboumian und sogar die deutsche Fußballnationalmannschaft würden großteils vegan essen und dabei Spitzenleistungen erbringen! Wie kann das sein? Die Dokumentation motivierte mich, ein Experiment zu starten.

Vegan Challenge – Meine Top 5 Learnings:

1. Körperfett reduziert, Muskelmasse gesteigert

Das Ergebnis war erstaunlich: Vier Wochen vegane Ernährung ließen mein Körperfett von 28 Prozent auf 24 Prozent schmelzen und meine Muskelmasse von 30 Prozent auf 33 Prozent steigen – und das bei gleichbleibender Trainingsroutine! Auch mein viszerales Körperfett ist deutlicher weniger geworden – meine Organe danken es mir!

Bisher hatte ich ja schon so einiges probiert, um wenigstens ein bis zwei Prozent Körperfett zu verlieren. Von intermittierendem Fasten, mehr Ausdauersport oder mehr Maximalkraft-Training war alles dabei – aber nichts davon hatte bemerkenswerte Auswirkungen. Doch: Seit ich mich pflanzlich ernähre, ist das Fett praktisch von selbst geschmolzen.

2. Es gibt für fast alles gesunden Ersatz

Sicherlich interessiert euch, wovon ich mich also die ganze Zeit über ernährt habe. Als ich zum ersten Mal vegan brunchen war, gab es „Spaghetti mit Fleischklößchen“. Geschmacklich und texturmäßig stehen sie den „echten Fleischklößchen“ um nichts nach. Wenn man allerdings recherchiert, findet man schnell, dass viele Inhaltsstoffe pure Chemie sind. Klar – ohne Aromen, jeder Menge Salz und Zusatzstoffen würde man aus Seitan ohne Eigengeschmack nicht so etwas Leckeres zaubern können. Die Gute Nachricht: Es gibt auch gute vegane Ersatzprodukte wie z.B. Hafersahne.

3. Ich esse jetzt bewusst

Dank meiner Ernährungsumstellung auf vegan hat sich meine Einstellung zum Essen geändert. So schaffe ich es jetzt endlich, mehr Nüsse und Obst zu essen. Statt der Topfengolatsche zum Nachmittagskaffe beiße ich jetzt in einen Apfel. Und anstatt mir schnell ein Schinkenbrot zum Snacken auf der Couch zuzubereiten, kommt jetzt eine hochwertige Nussmischung auf den Teller. Meine persönliche Erkenntnis: Der positive Effekt von veganer Ernährung besteht nicht nur im Weglassen von ungesunden Nahrungsmitteln, sondern vor allem in der bewussten Integration gesunder Zutaten.

4. Verdauung & Sättigung – die Umstellung braucht Zeit 

Die erste Hälfte meiner Challenge war herausfordernd. Denn von den großen positiven gesundheitlichen Auswirkungen habe ich vorerst nichts gespürt – im Gegenteil! Ich war ziemlich genervt davon, dass meine Verdauung nicht so recht auf Touren kam. Das Durchalten lohnet sich, denn diese Probleme hatten sich nach zwei Wochen komplett gelegt. Langanhaltende Sättigung bzw. komplette Zufriedenheit nach dem Essen ist allerdings nach wie vor etwas schwierig. Vor allem nach einem anstrengenden Training, wenn ich ausgepowert nach Hause komme und so richtig Hunger habe, ist der Fleischverzicht am schwierigsten. Doch dann koche ich mir einfach etwas vegan-deftiges mit Kartoffeln oder Pasta. So richtig zufrieden bin ich aber auch danach oft nicht. Was meistens hilft: Ein Stück dunkle Schokolade!

5. 9 Jahre jünger in 2 Wochen! 

Seit über einem Jahr messe ich nun regelmäßig meine Herzratenvariabilität (HRV) mit dem Vitalmonitor. Als ich damit anfing, war meine HRV vergleichbar mit dem Durchschnittswert einer 45-jährigen Frau. Gut, ich bin keine Ausdauersportlerin, aber gleich 15 Jahre älter? Heftig! Heute ist meine HRV die einer 26-Jährigen. Das war natürlich nicht ausschließlich der veganen Ernährung zu verdanken! Den ersten großen Sprung machte ich dank Osteopathie. Danach blieben die Erfolgserlebnisse lange aus! Erst mein veganes Experiment machte mich nach etwa zwei Wochen um 9 Jahre jünger und meinen Parasympathikus (Ruhenerv) happy.

Fazit: 4 Wochen vorbei – wie geht es jetzt weiter?

Nach meinem Experiment bin ich absolut davon überzeugt, dass sich die Reduktion tierischer Produkte positiv auf meine Gesundheit auswirkt. Ich habe gesehen, dass mein Körper bei Weitem nicht jeden Tag tierische Produkte braucht, um gut zu funktionieren. Daher habe ich für mich entschieden, mich auch weiterhin großteils vegan zu ernähren.

Ab und zu werde ich aber einen Fleisch- oder Fischtag einlegen. Auf Fleisch aus Massentierhaltung werde ich jedoch verzichten. Dafür kaufe ich jetzt bei einem nachhaltigen, kleinen Bauernhof ein. Die höhere Qualität dieses Fleisches wollte ich mir früher nie leisten, aber da es jetzt etwas Besonderes ist, gebe ich gerne zweimal im Monat Geld für diesen persönlichen Luxus aus. Und der Geschmack ist es wert!

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