Pendeln als Gesundheitsrisiko

Noch nie zuvor gab es – insbesondere in Deutschland – so viele Pendler wie heute. Fast 60 Prozent aller Berufstätigen müssen aktuell lange Strecken von ihrem Wohnort zu ihrer Arbeitsstätte zurücklegen. Mehr als 26 Prozent haben sogar einen Arbeitsweg von über einer Stunde. Welche Folgen das für unsere Gesundheit hat und wie du die tägliche Fahrtzeit zu deinem persönlichen Gesundheits-Vorteil nutzt, erfährst du hier.

Lange Arbeitswege – ein Gesundheitsrisiko?

Einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge pendeln in Deutschland 60 Prozent aller Arbeitnehmer. Verschiedene Studien der letzten Jahre zeigen, dass lange Fahrtzeiten zur Arbeitsstätte negative gesundheitliche Folgen haben können. „Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Gelenk- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Völlegefühl, Erschöpftheit, Mattigkeit und Schwindelgefühl sind die häufigsten Beschwerdekomplexe“, sagt Dr. Steffen Häfner, Chefarzt der Abteilung für Verhaltensmedizin und Psychosomatik, in einem Interview der AOK Gesundheitskasse. Durch das lange Sitzen in verschiedenen Verkehrsmitteln können sich zusätzlich Beschwerden wie Muskelverkürzungen entwickeln.

Was du dagegen tun kannst

Wenn du täglich einen langen Arbeitsweg zurücklegen musst, ist es besonders wichtig, die entstehenden Belastungen mit regelmäßigem Sport und Bewegung auszugleichen. Zudem sind mentale Übungen ideal um Stress und Ärger abzubauen. Sofortige Entspannung bringt dir zum Beispiel die go4health Atemübung am Ende dieses Beitrags. Zudem kann es hilfreich sein, die Bewertung der Situation zu verändern und die entstandene Leerzeit im Stau nicht als Verlust, sondern als Gewinn zu betrachten. Die somit gewonnene Zeit kannst du als Quality Time für dich selbst verwenden. Nutze die gewonnene Zeit in Bahn, Bus oder im Stau um deiner Gesundheit etwas Gutes zu tun – höre deine Lieblingsmusik, mach eine Entspannungsübung oder einen gedanklichen Feierabendputz am Nachhauseweg. Wird dir das tägliche Pendeln dennoch zu viel, sprich mit deinem Arbeitgeber über flexible Arbeitszeitmodelle. Durch Homeoffice-Tage kann etwa die Häufigkeit des Pendelns und somit Stress reduziert werden.

Die go4health Pendler-Übung

Setze dich aufrecht hin und lehne dich zurück. Lege nun deine Hände auf dein Becken und winkle deine Ellbogen ab. Kippe dein Becken langsam nach vorne und wieder zurück, wie es unsere Bewegungs- und Content-Expertin Julia vorzeigt.

Die go4health Atemübung gegen Stress

Finde eine bequeme Position, schließe deine Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Beobachte, wie er sich in deinem Körper ausbreitet und lass ihn fließen. Fokussiere deine gesamte Aufmerksamkeit darauf. Wenn andere Gedanken aufkommen, lass sie unbewertet vorbeiziehen. Falls du abgelenkt werden solltest, bewerte auch das nicht, sondern kehre zu deinem Atem zurück. Spüre die angenehme Ruhe und Gelassenheit, die aufkommt. Verbleibe in diesem angenehmen Zustand für einige Minuten. Beginne danach dich wieder langsam zu bewegen und kehre in das Hier und Jetzt zurück.

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